IDBS Blog | 15. August 2014
Tuning des Motors: Vier Trends, die die Zukunft der Laborinformatik bestimmen
Die Labortechnik ist allmählich zum Schmiermittel für die F&E-Teams geworden. Die Werkzeuge der nächsten Generation werden für die Bewältigung der F&E-Herausforderungen von morgen unerlässlich sein.
Auf unserer jüngsten Connect-Konferenz tauschten einige führende Denker ihre Gedanken zu diesem Thema aus, darunter Michael Elliott, Geschäftsführer von Atrium Research and Consulting. Im Folgenden haben wir einige der wichtigsten Trends herausgegriffen, die die Zukunft der Datenautobahn prägen werden.
Ein neuer Endverbraucher?
Die Demografie der Informatiknutzer verändert sich. Neuere Battelle-Forschung deutet darauf hin, dass ein geringes Wirtschaftswachstum das Wachstum der F&E-Ausgaben in den USA und Europa in Grenzen halten dürfte. Asien wird sie in dieser Hinsicht bald überholen.
Allein dieser Umschwung könnte eine Reihe von Veränderungen bei Informatikprodukten, Preisen und Bereitstellungsmodellen auslösen. Wenn Asiens promovierte Bevölkerung zur größten Nutzerbasis der Informatik wird, wird die Frage nicht mehr lauten: "Wie können wir mit weniger Ressourcen mehr erreichen?" Die Frage wird lauten: "Wie können wir mit mehr Mitteln mehr erreichen?" Dies wird die Grenzen für die Bedürfnisse und Erwartungen der Informatiknutzer verschieben.
Kosten rauf, Ausgaben runter
Die Auswirkungen dieses Plateaus bei den FuE-Ausgaben werden durch die steigenden Kosten noch verstärkt. Die Forschung zeigt Die Kosten für die Entwicklung eines neuen Medikaments sind von 125 Millionen Pfund in den 1970er Jahren auf 1,2 Milliarden Pfund in den 2000er Jahren in die Höhe geschnellt. Ebenso bedeutsam ist, dass die F&E-Produktivität in Bereichen wie der klinischen Entwicklung rapide abnimmt. Angesichts dieses Zusammentreffens von Herausforderungen wird es immer wichtiger, jede Phase der F&E-Wertschöpfungskette zu optimieren.
Neue Fahrer in einer neuen Landschaft
Zu den wichtigsten Triebkräften der Laborinformatik gehörten in der Vergangenheit die Vermeidung von Risiken, die Verbesserung der Produktivität und die Verwaltung komplexer Prozesse. Für die Anwender von morgen stehen Einfachheit, Flexibilität, Innovationsförderung und Wissensmanagement im Vordergrund. Die Laborinformatik wird sich weiterentwickeln, um diesem veränderten Fokus gerecht zu werden: von der Steigerung der Effizienz zur Schaffung von greifbarem Wert.
Externalisierung
Auch die Externalisierung ist ein dringendes Problem. Aufgrund des Kostendrucks nimmt die Externalisierung um 10% pro Jahr zu. Die Zusammenarbeit mit mehr externen Partnern bedeutet einen komplexeren Satz von Datentypen, was eine noch größere Belastung für die Laborinformatik darstellt. Diese Verlagerung des Schwerpunkts von internen Fähigkeiten auf die Externalisierung und die damit verbundenen Hürden führen zu einem wachsenden Bedarf an laborübergreifender Informatik zur Unterstützung eines komplexen Netzwerks von Partnern und IP-Produzenten.
In dem Maße, in dem diese Trends konvergieren und sich die Triebkräfte für die Einführung ändern, müssen die Unternehmen, die die Technologie einsetzen, flexibel und anpassungsbereit sein. Die Rolle der Laborinformatik bei der Ermöglichung von Forschung und Entwicklung wird nur noch stärker werden, da die "Digital Natives" bereit sind, sich hinter das Steuer zu setzen.
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